NKI-Blog: Ein Nachhaltigkeitsbericht verändert eine Organisation durch neue Transparenz

Wenn ein Unternehmen transparent wird – durch CSR

Daniel Rasch Kommunikation

Für die großen Konzerne gehört das Thema Nachhaltigkeit zum Pflichtprogramm im Management und in der Kommunikation. Doch es treibt auch mittelständische Unternehmen um – obwohl es (noch) nicht verbindlich und damit auch recht selten öffentlichkeitswirksam etabliert ist. Die mittelständische Uelzena-Gruppe hat ihr Nachhaltigkeitsmanagement seit 2014 und veröffentlichte den ersten integrierten Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht 2015. Denn künftig, da ist man sich in Uelzen sicher, müssen sich alle diesem Thema stellen. 

 

Ausgangslage

Die Unternehmen der Uelzena-Gruppe sind Lieferanten für die internationale Lebensmittelindustrie. 2015 veröffentlicht die genossenschaftlich organisierte Gruppe, unterstützt vom Genossenschaftsverband, ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht. Die Überzeugung: Zukünftig muss ein Unternehmen wie Uelzena transparent kommunizieren, wie es für seine B2B-Kunden Ressourcenschonung, Sicherheit für Produkte und Mitarbeiter sowie gesellschaftliche Verantwortung in der Lieferkette gewährleistet.

Unser Ansatz

Die erste Entscheidung: Das Unternehmen orientiert sich an den Reporting-Kriterien des Nachhaltigkeitsstandards GRI-G4 (Global Reporting Initiative). Die GRI-Richtlinien sind der weltweit am meisten genutzte Standard. Er definiert exakte und einheitliche Kriterien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Organisationen. Kunden, Gesellschafter, Mitarbeiter, Bürger und Partner können so die Leistungen besser vergleichen und bewerten.

Zusätzlich bildet Uelzena ein fachbereichsübergreifendes Gremium auf Führungsebene, das über Ziele und Maßnahmen berät und entscheidet sowie diese mit dem Vorstand abstimmt. Aus der Balanced Scorecard wird eine integrierte strategische Scorecard mit fünf Handlungsfeldern und je drei abgeleiteten Zielen. Sie misst die Leistungsfähigkeit der Uelzena-Gruppe anhand wirtschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Leistungskennzahlen.

Online-Special

    Die jeweils aktuelle Nachhaltigkeitsberichterstattung auf uelzena.de.

Umsetzung

NKI Consult begleitet bereits den Entstehungsprozess im Hintergrund. Zunächst als vorausplanender Zuhörer. Denn was hier entschieden wird, beeinflusst die spätere Kommunikation maßgeblich. Während noch die strategischen Grundlagen geschaffen werden, können Agentur und Marketing mit der Themenentwicklung beginnen. Reporting-Standard und formale Anforderungen, Messung und der Dialog mit den Stakeholder-Gruppen sollen in eine fortlaufende Berichterstattung münden, als gedruckter Nachhaltigkeitsbericht, online und in der externen und internen Unternehmenskommunikation. Gemeinsam mit dem Uelzena-Marketing entsteht ein Stakeholder-Raster, die Grundlage für die spätere Themen-Entwicklung und das Herzstück des GRI: die Materialitätsanalyse.

Mit den Fachbereichen werden zentrale Aussagen zu Produkten, Produktion, Mitarbeitern und der regionalen Verantwortung an den Standorten abgestimmt. Es ist der erste Schritt einer Sichtbarmachung. In enger Abstimmung mit dem Marketing-Geschäftsführer Uwe Radke macht NKI Consult aus Themen Texte und Grafiken. Ein GRI-Redakteur berät bei der Übereinstimmung mit den formalen Anforderungen an die Berichterstattung. Corporate Designer modernisieren das Erscheinungsbild der Gruppe und entwickeln eine unternehmensspezifische Layout-Sprache. Parallel konzipiert NKI Consult die neue Corporate Website. Sie entwickelt die Nachhaltigkeitsthemen zu einer umfassenden Unternehmenskommunikation aus und geht nur wenige Monate nach Erscheinen des ersten Berichts online.

Ergebnis

Der erste Bericht holt die Ergebnisse des Management-Strategieprozesses aus dem virtuellen Raum heraus. Und er verwandelt ihn in etwas Sichtbares, 56 Seiten zum Anfassen. 2016 folgt bereits der nächste Schritt: die Schärfung und Weiterentwicklung nach innen und außen. Online wird zukünftig noch wichtiger. Print und Online werden erstmalig verzahnt. Der Print-Bericht erscheint nun auch gedruckt auf Englisch, um die internationalen Kunden abzuholen. Das lässt sich auch an den ebenfalls steigenden Zugriffszahlen auf das Thema Nachhaltigkeit in der Website ablesen.

Stück für Stück wird es für das Unternehmen gewohnter, interne Prozesse nach außen transparenter zu machen. Und nach innen werden Management-Entscheidungen für die Mitarbeiter transparenter übersetzt. Darüber hinaus ist der Dialog mit den vielfältigen Stakeholdern aufgenommen, er wird analysiert und aktiv ausgebaut. Die Vorbereitungen für 2017 laufen.

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Kunde: Uelzena eG

Weitere Services: Issue-Management, Berichterstattung nach GRI, strategische Unternehmenskommunikation, Stakeholder-Dialog, Unternehmenskultur, Employer Branding, Push-/Pull-Strategien für Kommunikation innerhalb der Organisation.

 

Gründer und Geschäftsführer von NKI Consult, verantwortlich für den Geschäftsbereich Kommunikation. Seit der gebürtige Kölner vor fast 20 Jahren klassisch bei der Lokalzeitung Medienluft atmete, ist konzeptionelle und nutzerorientierte Kommunikation seine Leidenschaft – ob gedruckt, gesendet oder IP-vermittelt. Heute heißt das: Storytelling.

 

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