NKI-Blog: Komplementäre Beratung als grundlegende Methode

Die NKI-Methode: Komple­mentäre Beratung als Basis

Stefanie Koch Agentur

Während die Anfor­de­rungen an Unter­nehmen komplexer werden, ergibt sich gleich­zeitig die Notwen­digkeit, die passenden Lösungen in immer kürzerer Zeit zu entwi­ckeln. Das wirkt sich immer stärker auch auf die Beratung sowie die kommu­ni­kative Umsetzung und Begleitung von Strategien aus. Unter­neh­mens­be­ra­tungen suchen nach neuen Ansätzen an den Schnitt­stellen zwischen BWL, Kreation und IT. Die komple­mentäre Beratung bietet mit einem Zusam­men­spiel von Fach- und Prozess-Know-how einen Beratungs­ansatz, der für NKI die Basis für die eigene Arbeit bildet.

Die Liste attrak­tiver, aber für sich allein stehender Beratungs­an­sätze ist lang: strate­gische Marken­be­ratung, klassische Unter­neh­mens­be­ratung, syste­mische Organi­sa­ti­ons­ent­wicklung, Innovations- oder Prozess­be­ratung. Das kann zu einer hohen Fluktua­ti­onsrate in den Bezie­hungen von Agenturen und Kunden und zu nach- oder neben­ein­ander statt­fin­denden Beratungs­pro­zessen in den Unter­nehmen führen.

Die komple­mentäre Beratung verbindet, was sonst klassisch getrennt ist: den zahlen­ge­trie­benen Exper­ten­ansatz von Boston Consulting, pwc oder McKinsey und den eher menschen­zen­trierten, empathi­schen Blick der Prozess­be­rater, die die Menschen innerhalb der Organi­sation zur Reflexion anhalten, sich der Personal- und Führungskräfte-Entwicklung oder Change-Prozessen widmen.

Immer wenn es um anspruchs­volle Beratung geht, erfährt dieser Ansatz bislang Einsatz: in Change- und Entwick­lungs­pro­jekten, die mit klaren Anliegen auf der Ebene der Strategie, IT oder auch Human Resources beginnen, bis hin zu Re-Strukturierungen, Supply Chain Management oder der Einführung neuer Produk­ti­ons­systeme.

Harte und weiche Faktoren verbinden

Branchen- und themen­un­ab­hängig gilt für jeden Auftrag: Bereits in der Planungs­phase wird eine indivi­duelle Beratungs­ar­chi­tektur festgelegt, die die wechsel­seitige Ergänzung von Fach- und Prozess-Know-how im Berater­system beinhaltet. An Projekt-Meilensteinen werden zudem Refle­xi­ons­schleifen einge­plant, um Ergeb­nisse und den Prozess immer wieder zu überprüfen und anzupassen. Ebenfalls zum Einsatz kommen Feedback-Runden, Gruppen-Workshops oder Großver­an­stal­tungen, Coachings und Inter­ven­tionen.

Ein weiterer unter­schei­dender Faktor zur reinen Fachbe­ratung: Die Begleitung der Imple­men­tierung im Unter­nehmen ist Teil des komple­men­tären Prozesses. Die Berater unter­stützen Mitar­beiter und Führungs­kräfte dabei, die Verän­de­rungen und Auswir­kungen in das interne Unter­neh­mens­system und die eigene Arbeits­wirk­lichkeit zu integrieren, zum Beispiel mit Mitarbeiter- oder Team-Entwicklungsmaßnahmen.

Interne und externe Projekt­leitung als Brücken­pfeiler

Neben den klar ausge­wie­senen Projekt­ver­ant­wort­lichen und Steue­rungs­gruppen im Unter­nehmen wird dieser integrative Prozess idealer­weise von einem Tandem aus zwei externen Beratern geführt, die ihre jeweilige Perspektive und Rolle durch­gehend beibe­halten: dem Fachbe­rater, der dem Unter­nehmen immer wieder Ideen und Expertise zur Verfügung stellt, und dem Prozess­be­gleiter mit seinem Prozess­wissen. Wertfrei und neutral erarbeitet dieser das Wissen und indivi­duelle Lösungs­mög­lich­keiten mit den Mitar­beitern des Unter­nehmens, um es anschließend strate­gisch einzu­betten.

Chancen mit Weitsicht

Die Umsetzung dieser Heran­ge­hens­weise ist anspruchsvoll, schafft aber Nachhal­tigkeit. Der Mehrwert kann dabei groß sein: schnellere, reibungs­losere Abläufe in Verän­de­rungs­pro­zessen, strate­gisch notwendige Verän­de­rungen werden adäquat an die im Unter­nehmen beschäf­tigten Menschen vermittelt, vorhan­denes Organi­sa­ti­ons­wissen wird integriert, Projekte können besser kommu­ni­ziert und Umset­zungen zukunfts­fähig im Unter­nehmen verankert werden.

Der komple­mentäre Ansatz verbindet damit Form und Inhalt. Er fragt nach dem „Was“ (Zeit, Geld, Markt, Wettbewerb) und auch nach dem „Wie“ (Problem­lö­sungs­kom­petenz, Lernfä­higkeit, Prozesse, Motivation). So kann er das Unter­nehmen in seiner ureigenen Komple­xität erfassen: seine Strategie, Struktur und Kultur.

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Komple­men­täres Arbeiten in der Kommu­ni­kation

Diesen Zusam­men­hängen und Wechsel­wir­kungen begegnet auch NKI Consult immer wieder in Kommu­ni­ka­ti­ons­pro­jekten. Wie wir konkret arbeiten und unsere Fach- und Prozess­leis­tungen in die strate­gische Kommu­ni­ka­ti­ons­be­ratung trans­for­mieren, beleuchten wir ab jetzt in einer neuen Blog-Reihe.

 

Quellen:

Freimuth, Joachim (2016): Saldo Mortale: Betriebs­wirt­schaft­liche Vernunft versus syste­mische Intel­ligenz, in: Organi­sa­ti­ons­Ent­wicklung, Zeitschrift für Organi­sa­ti­ons­ent­wicklung und Change Management, Nr. 1/2016, S. 80–85.

Königs­wieser, Ulrich, Lars Burmeister und Marion Keil (Hrsg.) (2012): Komple­men­tär­be­ratung in der Praxis: schnelle Optimierung bei nachhal­tiger Entwicklung, Stuttgart: Schäffer-Poeschel.

Königs­wieser, Roswitha, Ebru Sonic und Jürgen Gebhardt (Hrsg.) (2006): Komple­men­tär­be­ratung: Das Zusam­men­spiel von Fach- und Prozess-Know-How, Stuttgart: Klett-Cotta Verlag.

 

Senior Beraterin, syste­mi­scher Coach und Sparrings­partner für strate­gische Marken­kom­mu­ni­kation, Methoden- und Organi­sa­ti­ons­ent­wicklung. Menschen und Unter­nehmen in Konti­nuität und Dynamik ausge­wogen zu unter­stützen ist das Kernan­liegen der Dipl. Kommu­ni­ka­ti­ons­wirtin und ehema­ligen Marke­ting­lei­terin.